Wer ich bin und warum ich Gitarren einstelle...

Westerngitarre, Dreadnought, Konzertgitarre, E-Gitarre
Washburn, Esteban, Breedlove, Fenix, Framus - my Guitars!
Meine Liebe zur Musik entdeckte ich wahrscheinlich schon mit null Jahren, die zur Gitarre leider erst mit 16 Jahren...
.... meine erste, eine Washburn D-10 Westerngitarre (ganz links im Bild mit roter Zarge), stammt aus einem großen amerikanischen Musikhaus bei Houston in Texas.
Damals, 16 Jahre jung, blutige Anfängerin, ein Freund lehrte mir gerade die ersten Akkorde, hatte ich keine Ahnung, kaufte einfach das altbewährte Modell, was mir der Verkäufer empfahl. "Ein Bestseller, preisgünstig, solide, ideale Anfängergitarre", sagte er...
Ein Jahr später hatte ich gerade mal ein paar wenige Grundlagen gelernt. Die Gitarre hatte ich zu wenig in die Hand genommen, um nennenswerte Fortschritte zu machen. Ich hatte ein Lehrbuch gekauft, ich wollte das wirklich - Gitarrespielen lernen!!!
Aber das Üben viel mir schwer...
Woran es genau lag wusste ich lange Zeit nicht recht. Es war anstrengend. Die Finger schmerzten wenn ich länger übte. Oder die (Stahl-)saiten knarrten und schepperten. Ich dachte erst, ich hätte zu wenig Kraft. Dann dachte ich, wahrscheinlich ist die Gitarre doch keine gute Anfängergitarre, Fehlkauf...
Bald darauf nahm ich Unterricht, ein Profi musste her, es mir beizubringen. Dieser empfahl mir erst einmal, mit einer klassischen Gitarre zu starten, also kaufte ich eine hochwertige spanische Esteban für damals 1000 DM (2. von links im Bild). Das ging schon besser, ich lernte Grifftechnik und Blattspiel und machte langsam Fortschritte....

Irgendwann lernte ich nette Leute kennen, die mich fragten, ob ich nicht in Ihrer Rockband mitspielen wolle.... da machte ich dann Bekanntschaft mit der E-Gitarre, kaufte eine gebrauchte Telecaster-Kopie aus Korea (Fenix) für 20€ (die Grüne) und eine Ibanez Explorer Metalaxt für rund 200€. Dazu spielte ich mal diese und jene, von Freunden, Bekannten....

So langsam dämmerte es mir, es gab leicht und schwer bespielbare Gitarren. Jede fühlte sich anders an (vom Klang natürlich ganz zu schweigen). Das hatte mitnichten nur mit der Qualität bzw. dem Kaufpreis oder allein der Saitenstärke zu tun. Ich las und lernte und begann schließlich, an meinen eigenen Gitarren herumzuschrauben, Saiten zu wechseln, Hälse zu krümmen, bzw. entkrümmen ;-). Es machte mir Spaß, ich entwickelte einen gewissen Perfektionismus, begann, im Millimeterbereich zu messen und bastelte so lange, bis das Ergebnis perfekt war. Ich besorgte mehr und mehr Werkzeug, begann, Stege auszutauschen, Sättel zu bearbeiten...

 

Heute sind  alle meine Gitarren im wahrsten Sinne des Wortes "saitenweich" bespielbar, sogar und vor allem jene, die mir damals, vor über 20 Jahren, Blasen an den Fingern und die ein oder andere Sehnenscheidenreizung verursacht hat. Seitdem steht sie nicht mehr in der Ecke sondern ist beinahe täglich als Übungsgitarre im Einsatz. Sie ist jetzt wirklich eine super Anfängergitarre und dürfte an Wert gewonnen haben, nicht nur ideellem!